Sich geschickt vorstellen

- Da wußte ich, dass ich mich geschickt vorstellen muss - meine Kommilitonin war noch ganz aufgeregt nach ihrem Interview in der Traumfirma. - Dass sie mich eingeladen haben, damit habe ich nicht gerechnet, obwohl ich es natürlich mir sehr wünschte.
- Ja, das ist klar. Besonders jetzt, wenn die Firmen nicht so viele neue Stellen ausschreiben. - Ich habe mich richtig für die Jana gefreut. Bin selbständig, daher in meinem Fall ist das die Suche nach neuen Projekten und Kunden, aber auf das geschickte Sichvorstellen kommt es immer an.
- Du weißt, ich war auf ein paar Absolventenkongressen. Da kam, zumindest bis dahin, noch nichts raus, aber ich konnte meine Mappe zeigen und etwas aufbohren. Ich sprach auch mit einigen Personalern. Da merkt man sich, was und wie sie fragen. Das ist irgendwie gleich.
-Wie meinst du das? 
- Du musst schon selbstsicher rüberkommen und wissen, was du willst, aber die werden immer nach etwas fragen, um deine Schwachstellen zu finden.
- Das ist aber zu erwarten. Ideale gibt es nicht. Man kann sicher was erfahren, wenn man nach so was fragt.
- Ja, ist O.K. Da ist mir aber lieber, wenn man so eine ganz praktische Sache fragt. Der eine fragte mich zum Beispiel, was ich machen würde, wenn ich vor der Präsentation von meinem Chef den Roll Up Banner nicht aufstellen könnte. Da kann ich schon was einfallen.
- Und was ist nicht O.K.?
- Dieses allgemeine Gerede. So wie ich mit dem Streß umgehe und so weiter. Da wird man wieder so unnatürlich und inszeniert. Das sollte auch nicht gut abschneiden.
Ich merkte, meine Kommilitonin wird ein Bewerber Profi.

25.7.10 21:24

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