Zeit vor dem Marketing

Hier trifft der auch im Marktingdienste oft gebrauchte Spruch Kaum zu glauben! richtig zu: Also kaum zu glauben, dass es je im Verkauf eine Zeit ohne Marketing gab. Zumindest ohne Marketing als Marketing-Mix-Tausend-Ultra-Neue-Marketing-Ideen-und-Strategien im heutigen Sinne, weil es vermutlich ein bisschen oder gerne bisschen mehr Bewerben schon immer gab.


Doch es ist auch nicht so lange her - es reicht aus, die Zeit um ungefähr ca 80 Jahre zurückstellen und dann landen wir genau in einer Zeit vor dem Marketing.

Was war denn damals anders? Keine Briefkastenaufkleber Werbung, nein Danke! und keine Double Opt-Ins?


Ja, das auch, aber der wichtigste Unterschied: Es herrschte ein Verkäufermarkt, auf dem das Märchen vom König Kunde noch unbekannt war. Die Nachfrage überstieg damals das Angebot und zwar allgemein. Genau das ist heutzutage kaum zu glauben.


Einige Jahrzehnte später sah das schon ganz anders aus. In den 60er und 70er Jahren produzierte man wesentlich viel mehr und – das Entscheidende – viel mehr Standardprodukte- und Dienstleistungen, die der Kunden leicht vergleichen konnte, um sich anschließend eine preisgünstigste Wahl zu treffen.


Anbieter reagierten, (zum Teil ist das auch heute immer noch der Fall) mit Margensenkungen oft bis auf die Schmerzensgrenze, Rabatten, torpedieren mit Massenwerbung. Resultat: Nur oder unter Umständen sogar zufriedenstellend. Da alle Anbieter auf vergleichbare Marketingmaßnahmen zurückgreifen, konnte Marketing nur beschränkt Vertrieb unterstützen.


Auf der Suche nach einem Ausweg aus dieser nicht erfreulichen Situation wandte sich Marketing einer altneuen Idee: Zusatznutzen bieten und kommunizieren, um den Produkt- oder Dienstleistungswert für den Kunden zu erhöhen.


Beispiel. Wenn wir mobile Messestände wie Expand 2000 verkaufen wollen, reicht es noch lange nicht aus, schlicht auf die Produktqualitätsmerkmale hinzuweisen. Einfache Handhabung, Flexibilität, Transportfähigkeit und Best-Preis-Garantie sowieso werden vorausgesetzt.

Hier kommt unser Zusatznutzen ins Spiel, das wir jedoch nur dann glaubwürdig dem Kunden vermitteln können, wenn wir über wenigstens grundlegende Messebau -Erfahrungen verfügen. Im Beispiel fragt man sich zuerst, was einen zusätzlichen Nutzen für die Zielgruppe – Aussteller und Austellungsverantstalter darstellt. Sicherlich alles, was Vorbereitungen und Managen einer Ausstellung/Messe/Präsentation vereinfachen kann (ohne zusätzlichen Kostenaufwand mitzubringen) Wie zum Beispiel wertvolle Informationen/Ideen zur Individualisierung und Abwechslung von einem Messestand. Diese zusatznutzen orientierte Produktverpackung entwickelt heute Marketing.


18.8.08 10:31

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